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Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Morsumer Gemeindechronik (Verfasser der Chronik ist Pastor Hans Johler):
1. August 1914
abends 71/2 Uhr, Einläuten des Weltkriegs.

2. August 1914
1. Mobilmachungstag, bei der Keitumer Kirche Bildung der Inselwache. Gegen 50 Morsumer werden zum Waffendienst gerufen, davon 15 an die Kampffronten. "Die Feldpost", herausgegeben von Pastor Gleiss, kommt vierteljährlich in jedes Haus und zu den Feldgrauen.

24.September 1914
Der Bau der Kirchenheizung wird auf die Zeit nach dem Krieg zurückgestellt.

27. Januar 1915
Die Kirchensammlung zu einer Ehrengabe an unseren Kaiser zum Besten der Kriegskrüppel ergibt beim Kaisergeburtstagsfestgottesdienst gegen 100 M.


31. August 1915
Für die 3. Kriegsanleihe werden sämtliche verfügbaren Gelder gezeichnet, u.a. 1000 M Kirchenheizstiftung.

Februar 1915
Für die Sammlung "Vaterlandsdank" sammelt die Schule Gold- und Silberschmuck im Wert von 240 M. und 80 M. in bar.

1. Juni 1915
In der Himmelfahrtspredigt wird der Gemeinde zum Bewusstsein gebracht, dass in der allgemeinen Notlage des Volkes in der Heimat eine Wendung sich steigend bemerkbar macht zum besten der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung, und zum Dank für unser Wohlergehen im Kriege wird aufgefordert zur Begründung einer Stiftung "Kirchliche Margarethenspende". Es kommen 125,65 M. zusammen, die mit sonst gesammelten Beiträgen verwandt werden zu einer Zeichnung von 200 M. auf die 5. Kriegsanleihe.
die Gemeinde erwacht in der Morgenfrühe vom Kanonendonner der ausgehenden Skagerakschlacht.

1916
sind 16 Lesegottesdienste gehalten wordengegen 15 Lesegottesdienste im Vorjahr wegen der Kriegsvertretung u. späteren Vakanz in Westerland. Die Beförderung zu den Militärgottesdiensten geschah durch von der Kommandantur gestellte Wagen.

24. Juni 1917
Einführung von Pastor Soltau in Westerland und somit Aufhören einer zweijährigen Kriegsvertretung durch die Nachbarpastoren.

2. Oktober 1917
Sammlung einer Hindenburg-Kriegsanleihe in Höhe von 200 M. zum Besten der Kirchheizstiftung anlässlich des 70. Geburtstags des Generalfeldmarschalls und seiner Geburtstagsbitte:"Wer Kriegsanleihe zeichnet, macht mir die schönste Geburtstagsgabe."

25. November 1917
Am Totenfest wird die von Pastor Johler gestiftete Gedenktafel für die Gefallenen in der Kirche eingeweiht.

Juni 1918
Für die Ludendorffspende werden 277 M. gesammelt zum Besten von Kriegsbeschädigten.

10. Juni 1918
Die Zinnetgelder sind sämtlich abgelöst u. sollen für die Kriegsanleihe gezeichnet werden.

24. August 1918
Pastor Johler wird das Verdienstkreuz für die Kriegshilfe vom Kaiser verliehen.

9. November 1918
Soldatenrat in Westerland. Umsturz.

12. November 1918
Demobilisation der auf Sylt im Heer befindlichen Insulaner.

Dezember 1918
Heimkehr der Feldgrauen vom Festland.

15. Februar 1919
Sammlung der ersten 1000 M. für den Gedenkstein der Gefallenen.

24. März 1919
Vaterländische Kundgebung: Gegen Abtrennung deutschen Bodens unserer Nordmark an Dänemark. "Mit Deutschland wollen wir verbunden bleiben, doch doch nach eigener Verfassung uns selbst regieren."

April 1919
Eine Sammlung zum Schutz der Gefangenen ergab 212,50 M.

6. Juli 1919
Friedensgottesdienst.

23. Januar 1923
Einweihung des Gedenksteins mit Bronzeplatte als am Sonntag nach dem 18. Jan., 50. Jahrestag des deutschen Reiches.

1. Juli 1923
Es werden die letzten Zinsen bezahlt von Reich und Staat für die Kapitalien und Stiftungen, die der Entwertung anheimfallen.

20. April 1924
Am Ostermorgen findet eine Gedächtnisfeier für die Gefallenen bei dem Gedenkstein statt unter reger Beteiligung der Vereine, Lieder des Gesangvereins, Ringreiter zu Pferde.

3. August 1924
10jähriger Gedenktag des Kriegsbeginns. Besondere lit. Ausgestaltung des Gottesdienstes.

April 1925
Am Ostermorgen findet wiederum auf dem Friedhof die Gedenkfeier für die im Krieg Gefallenen unter Mitwirkung des Posaunenchors statt.


13.März 1927
Am Reichstrauertag wird erstmalig ein Volksabend im Gasthaus "Sylter Hof" des Kirchenältesten Bleicken unter grossem Zuspruch mit nachhaltiger Wirkung abgehalten. Die Bilder der Gefallenen werden ausgestellt und geschmückt. Der Posaunenchor wirkt mit.

14. März 1927
Bei besonders klarem Wetter sind die "Biiken" zur Abstimmungsfeier von allen Dörfern der Insel und den Nachbarinseln zu sehen - in unserem Dorf brennt kein Feuer! (hatte 86 "dän." Stimmen).








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