herzlich willkommen auf der homepage von ekkehard lauritzen: Sitemap Impressum
http://www.lauritzen-hamburg.de


FotoBioGrafie
Andreas Thaysen und Ida geb. Crandall

Hamburg,


San Francisco, o.J. Andrew Tyson.




San Francisco 1887. Andreas Jan Thaysen, der sich in Kalifornien Andrew Johnson Tyson nennt, lässt sich in Cramer´s California Galleria in 402 Kearny St.
fotografieren.




Visitenkarte von Andrew Tyson





6.2.1890. Brief von Andreas Thaysen nach Sylt (einiges unleserlich):

Liebe Schwester und Mutter!
Wir sind seit dem 29. September in S.F. und warten immer auf Brief von dich und bekommen kein. So bald wie du mir schreiben thust, werde ich dir etwas Geld schicken. Meine Gesundheit ist etwas besser, wenn es bloß so bleiben thut. Wir sparen

auf Kost und Logis die Leute du ja wohl,
jetzt wohnen wir 1021 Clay upstairs von Professor ?.Die Schmidts die in Alameden

Sam Schmidt ihr Schwester die in Archsum bei Peter Matzen in Archsum gedient, wird sich auch bald hier ? mit einer aus Morsum ich glaube sie heißt Jensen....








Ida Tyson geb. Crandall, die erste Frau von Andreas Thaysen






Ca. 1860. Vermutlich ein Kinderbild von Ida Crandall


Ida Frances Crandall (*5. Dezember 1858 in San Francisco)
Aldine Photograph Parlors, 108 Powell St., Near the Baldwin.

Die beiden werden 1884 wegen ehelicher Untreue der Ehefrau geschieden - so schreibt der San Francisco Call (Zeitung). Ihre Mutter Mary G. Crandall verstirbt im Haus der Tochter am 14.12.1900. Damals hieß sie lt. San Francisco Call Ida F. Green, hat noch einmal geheiratet: F. Green. Zusammen mit ihrem Mann war sie "director of the Bilble spiritual Society" which was formed "for the purpose of giving protection to all mediums and ministers of the church denomination, including clairvoyants, clairaudlents, inspirational mediums and magnetic healers." Ida Francis Green lebte in San Francisco 2810 Laguna street.



Die Eltern von Ida Frances Crandall:

Sam, (Samuel H. T.) Crandell (*1.1.1837 in Rhode Island +7.7.1900 in Oakland, California), der Vater von Ida Frances Crandall



Mary-Molly Crandall geb. Gartside (*1833 in England, +14.12.1900 in San Francisco), die Mutter von Ida Frances Crandall.




San Francisco. Alice Tyson, die Tochter Andreas Jan Thaysen und Ida Frances Crandall.




San Francisco. Emma Widmann,
die zweite Frau von Andreas Jan Thaysen. Sie ist
die Mutter von Ohmine Tyson.




San Francisco.
Jessie Tyson, *9.Februar 1883 in San Francisco, als Kind gestorben. Jessie ist das erste Kind von Emma Thaysen geb. Widmann und Andreas Jan Thaysen.





Alice und Jessie Tyson




San Francisco. Alice und Ohmine Tyson



Hamburg 1890. Andreas Tyson wird mit Frau Emma und Tocher Ohmine als Passagiere von Hamburg nach New York registriert.



Bredstedt. Alice Thaysen, Tochter von Andreas Jan Thaysen und Ida Frances Crandall.







Flensburg. Ohmine Tyson, die Tocher von Andreas Jan Thaysen und seiner zweiten Frau Emma Widmann.




Westerland. Ohmine Tyson (Thaysen).



Ohmine Tyson (Thaysen)





Postkarte aus San Francisco (vorn). Hier lebte die Familie Tyson in der Nähe der Bay in der Altstadt. Die Karte wird nach Sylt verschickt.




Sylt. Ohmine Tyson in Sylter Original-Tracht,
die jetzt im Museum in Keitum steht.



1916. Ohmie Tyson beantragt in Stettin einen US-amerikanischen Pass.





Chicago o.J. Ohmine Tyson schickt dieses Foto nach Sylt. Wenn sie hier ca. 70 Jahre alt ist, wäre das Foto 1956 entstanden.





Archsum, Sylt. Das Haus der Familie Thaysen.

e-mail an ekkehard lauritzen

home
seite schliessen



Eltern
Andreas Jan Thaysen, *22.Juni 1854 in Morsum (Süüther-Weest Hörn) auf Sylt, geht in Archsum zur Schule und lernt dort auch das Schlachterhandwerk. Im Alter von 15 Jahren wandert er nach San Francisco, Kalifornien aus, wo sein Onkel Meinert Thaysen (*1.4.1840 in Morsum +24.6.1896 in Keitum) schon seit 1869 wohnt.

Er fährt dazu am 11. Mai 1870 von Hamburg aus auf dem Zwischendeck der Holsatia nach New York, das er am 25. Mai 1870 erreicht. Bei der Volkszählung von 1870 wird er als 15-Jähriger erfasst. Westmore, S. 286 f
Wohnort: San Francisco Ward 3, San Francisco, California. Geburtsort Prussia. Beim Ward 3 handelt es sich um einen Zählbezirk, der durch die Strassen California Street im Süden, Washington Street im Norden, Kearny Street im im Westen und Market Street sowie die Bucht von San Francisco im Osten begrenzt wurde. Zu der Zeit nennt er sich A J Thaysen.

1880 wird seine Familie bei der Volkszählung erfasst: Er nennt sich Andrew J. Tyson, 26, und lebt mit Frau Ida, 23, Tochter Alice,3, und seiner Schwiegermuter Mary Gartside Crandall in einem Haushalt.

Er betreibt in San Francisco zusammen mit einem Partner, George Bill, die Schlachterei Tyson&Bill. Es ist ein Eckladen, damit der Wind-Kühlung wegen immer Durchzug herrscht. Die Verzeichnisse geben für 1889 SE cor Clay and Powell und 925 Washington an. Vermutlich durch diese ungünstigen Arbeitsbedingungen bekommt er die Schwindsucht und stirbt 1893 früh im Alter von 39 Jahren in San Francisco.

°°I 1886 Ida Fany (Frances) Crandall (*5.12.1856 ) in San Francisco. Ida F.
Tyson geb. Crandalls Eltern sind beide in Rohde Island geboren: Mary Gartside Crandall und Samuel B.T. Crandall.(Quelle: Geburten in Rhode Island)

Kinder:
Alice Thaysen
* 2.1.1877 in San Francisco, California.
Alice wird 1888 im Alter von 11 Jahren von ihrem Vater und seiner zweiten Frau Emma Widman per Schiff durch den gerade erbauten Panama-Kanal** nach Archsum zurückgebracht, wo sie weiter aufwächst. Grund: Die Stiefmutter ist ihr gegenüber gewalttätig, er ist schwindsuchtkrank.

Jessica Tyson *8.2.1880 in San Francisco, als Kind 1885 in Oakland/California verstorben.

Am 3. August 1890 fährt Andreas Tyson mit Frau Emma und seiner zweiten Tochter Ohmine von Hamburg nach New York. Sein HAPAG-Schiff heißt Rhaetia, der Kapitän Kühlewein. Sie reisen in einere Kajüte. (vgl. Auszug aus den Hamburger Passagierlisten)

°°II 1886 Emma (Emena) Widmann/dts. Abstammung
Kind:
Ohmine Thaysen
*17.11.1886 in San Francisco, Cal.
Ohmine wird als Kind nach Archsum zurückgeholt und wächst dort auf. Sie lernt Krankenschwester in Stettin. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geht sie zurück in die USA: Zunächst nach San Francisco, dann Santa Cruz, Kalifornien (sie besitzt ja die amerikanische Staatsbürgerschaft). Später arbeitet Ohmine für eine Misses Sterns in Chicago als Gesellschafterin und Sekretärin. Misses Sterns ist reiche jüdische Erbin einer Warenhauskette. Ohmine organisiert u.a. die jährlichen Reisen von Frau Sterns nach Florida und begleitet sie dabei. Ohmine besucht Deutschland u.a. ca. 1949. Sie stirbt über 90jährig.
Ohmine bleibt unverheiratet und hat keine Kinder.

Die Recherche ergibt, dass Andreas sich von seiner ersten Frau wegen adultery/Ehebruch hat scheiden lassen.
Auch seine beiden Eheschliessungen sind vermerkt:


** Der Panama-Kanal ist erst 1914 eröffnet worden. Darauf weist mich der aufmerksame Heinrich Busch hin. In der Familie gibt es allerdings die mündliche Überlieferung der Nutzung des Panama-Kanals, auf die ich mich im obigen Text beziehe. Ich überprüfe zur Zeit, ob Teilstücke des Kanals bereits vor seiner offiziellen Einweihung genutzt worden sind (dann zusammen mit anderen Beförderungsmitteln). Immerhin ist mit dem Bau 1880 begonnen worden und Alice Reise fand 1899 statt.


Literatur:
Elisabeth Westmore, Auswanderer von Sylt 1867 - 1914, Norderstedt 2015


. email an ekkehard lauritzen
seitenanfang
seite schliessen
home

© Ekkehard Lauritzen