historische Karte von Morsum/Sylt (Stand 1878)
sowie
die Anschlusskarte Keitum/Sylt


Hoyerschleuse, jetzt das dänische Højer Sluse, gehört bis zur Volksabstimmung 1920 noch zu Schleswig-Holstein und bietet sich als Fährhafen für Sylt an. Es liegt an der Mündung der Vidå. Siehe auch Karte Westliches Norddeutschland, entnommen dem Diercke Schulatlas, 16. Aufl. Braunschweig 1906. Seit der Zugehörigkeit von Hoyer zu Dänemark wird für Syltreisende der Visumszwang eingeführt, später fahren sie in verplombten Zügen zur Fähre. Die Zahl der Touristen sinkt. Ein Dammbau von Deutschland aus erscheint dringlich. Nach Fertigstellung des Damms 1927 werden die Fährlinien Hoyer-Munkmarsch und Hamburg-Hörnum eingestellt. Erst viel später tut sich neue Konkurrenz für den Damm auf: Die noch heute bestehende Fähre List-Rømø.

1828 berichtet Jens Booysen über die Sylter Häfen: "Obschon man mit hohem Wasser oder voller See fast überall landen kann, so hat die Insel doch nur drei eigentliche Landungsplätze, nämlich:
1. bei Morsum, Odde genannt, Süden dem Dorfe.
2. einen kleinen von zwei Einwohnern zu Keitum neben diesem Dorfe angelegten Hafen, und
3. bei Munkmarsch, neben der daselbst vorhandenen Graupenmühle." Bevor Hoyer auf dem Festland Sylts Anlaufstelle wurde, fuhren die Schiffe nach Emmerlöff vor Hoyer. Versandung und der fehlende Schutz bei Weststurm führten zur Verlagerung des Anlaufpunktes(S.40). Das Schiff fuhr jeweils montags und donnerstags, wenn Wind und Wetter es gestatteten. Es war gleichzeitig Postschiff.


Paula Kähler, 4 Jahre Haus- und Kindermädchen bei Familie Johler in Hamburg. 1933 musste sie entlassen werden, weil das Schulgeld für die Privatschule von Ekkehard an der Alten Rabenstraße die Familie belastete. Bei einem Einkommen von ca. 500 RM mussten 125 RM Miete gezahlt werden. Paula Kähler erhielt damals 3 RM pro Tag für eine Arbeit von 9 - 17 Uhr. Sie wohnte in Halstenbek und fuhr jeden Tag mit dem Fahrrad in die Gryphiusstraße. Ihr Mann war arbeitslos.

Alsterratten
Karin Johler war Mitglied bei den Alsterratten. Die Alsterratten sind ein Mädchenclub, der auf der Alster segelt. Er feiert 2004 sein 75-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Verein als Gegenstück zu dem Jungensegelclub Alsterpiraten. als

Karin war Mitglied von 1941 - 1945. Mitgliedsbeitrag 1,50 RM im Monat. Es gab ein Boot, eine O-Jolle. Ihr Name könnte Alsteratte gelautet haben. Die Jolle lag zunächst bei Karl Reich am Steg, Segelnummer 308. Als der Steg zerbombt war, zog man zum noch unbeschädigten NRV-Steg (Norddeutscher Regatta Verein). Da das Segel des Boots durch Kriegseinwirkung verbrannte, wurde ein Neues angeschafft: Nr. 298. 1945 beschlagnahmten die Engländer das Boot.

Chefin des Vereins war zu der Zeit Hilde Kehrhan (von Aufzug-Kehrhan).

Die nach subjektivem Empfinden von Karin Johler einzigen Mitglieder jener Zeit waren neben ihrer Person:
-Gisela Classen verh. Mordhorst
-Ingrid Peters verh. Heisler,
-Gerda Haltermann verh. Schaffner.

Es existieren einige Fotos aus dieser Zeit. Link hier


herzlich willkommen auf der homepage von ekkehard lauritzen: Sitemap Impressum
http://www.lauritzen-hamburg.de


FotoBioGrafie
Hans und Elwine Johler geb. Ude

Hamburg,

Lübeck, 3.9.1919. Elwine Ude(23) wechselt ihren Nachnamen.
Ehemann ist Pastor Hans Johler(37).

Elwine Johler erzählt 1978, wie es zu ihrer Verlobung mit Hans Johler kam.



Links neben dem Hochzeitspaar sitzt Elwines Großvater, der Lübecker Kaufmann Adolf Lampe,72. Rechts hat man Julie Ude, platziert, die Großmutter von Hans. Auch sie ist 72 Jahre alt.



Alle Hochzeitsgäste (v.l.)oben:Freund, Mimi (Wilhelmine) Dimpker geb. Krickhuhn, Vater Rudolf Ude, Ruth Mause, Freund, Walter Heyesen, Rudolf Ude jun.
sitzend:Maria Ude, Mutter Elwine Ude, Brautpaar, Julie Ude, Adolf Lampe, Tante Thiel (Nachbarin)
unten: Inge Ude, Gerda Ude (Cousine), Heinrich Ude.




Lübeck, 1919. Kurz vorher trifft man sich zur Verlobung von Hans und Elwine in ähnlicher Formation:
v.l.oben:unbekannt, Mimi Dimker, Elwine und Hans, Irmgard und Ingo Johler, Vater und Sohn Rudolf Ude.
v.l.Mitte: Nachbarin Tante Thiel, Elwine Ude, Marie Johler, Julie Ude, Gustav Johler, Adolf Lampe.
v.l. unten: Hein und Inge Ude, Karlaugust Johler.



Morsum ca. 1920. Blick von Nordwesten...




... und Südwesten.
Zum Pastorat gehört auch ein landwirtschaftlicher Betrieb, ohne den Hans Johler nicht überleben könnte. Die Landwirtschaft wird erst 1926 aufgegeben. Im Jahr 1917 kauft Pastor Johler eine Kuh, die sein halbes Jahresgehalt kostet. Zu der Zeit galt in Morsum das Recht auf freie Weide am Straßenrand. Die Tiere fanden abends ihren Weg allein nach Hause. Wenn Pastor Johler sonntags zur Kirche ging, passierte es immer mal wieder, dass seine Schafe ihn als Halter erkannten und ihn ein Stück seines Weges zum Gottesdienst begleiteten.




Morsum ca. 1920. Blick von Süden.
Nach der Zählung von 1924 hat die Gemeinde 497 Einwohner. Zu den Predigt-Gottesdiensten kommen 1925 durchschnittlich 49 Erwachsene (Abendmahl 99). 1921 waren es noch 55 Besucher.




Morsum. ca. 1919. Die Kirche mit der
alten Dorfschule.



Morsum 1919.




Morsum, Pastorat. Elwine Johler guckt zur Pöster raus.











Morsum,6.1.1922. Elwine mit Sohn Ekkehard im Morsumer Pastorat.
Dieses Foto schießt und entwickelt Nachbar Andreas Lauritzen,
der spätere Schwiegervater der noch nicht geborenen
Tochter Karin Johler.
In diesem Winter friert das Wattenmeer zu. Pastor Johler überquert das Eis zum Festland zu Fuss am 9. und 13. Februar 1922.




Morsum, 8. Sept. 1924. Pastors Kuh mit Sohn Ekkehard.
Der landwirtschaftliche Betrieb im Pastorat, der im Notjahr 1917 eingerichtet wird, bleibt bis zum Januar 1926 erhalten. Die 1. Kuh kostet 1917 das halbe Jahresgehalt des Pastors Johler. Jens Booysen berichtet 1828, dass Prediger nicht nur von den zum Pastorate gehörenden Ländereien leben, sondern vom Ertrag des "Klingelbeutels" am Neujahrstag, Gebühren für Heiraten, Beerdigungen, Konfirmationen sowie für Geburts- und Taufscheine.
Im Hintergrund der "Sylter Hof".


Kuh von Hans Johler in Morsum
Herbst 1925. Wieder die Kuh von Pastor Johler auf der Fenne neben dem Pastorat mit Tilly Hinsch.



Morsum, 29.6.1924. Hans Johler schiesst dieses Foto
von seiner Frau Elwine und seinem Sohn Ekkehard
für seinen Vater Gustav Johler. Es soll seinem Vorschlag nach
in die Bildergalerie im Frühstückszimmer in der
Bärenallee in Hamburg eingereiht werden. Vater Hans nennt
seinen Sohn hier Ekkemann
(gemäß Vermerk auf der Bildrückseite).







Grossmutter Elwine Ude mit ihrem ersten Enkelkind Ekkehard Johler.




Sylter Weststrand, 12.8.1925. Hans und Elwine (r.)
Johler haben Besuch von Tilly Hinsch (l.) aus Trittau.






Morsum, 21.6.1925.
Elwine Johler mit ihrern Kindern Ekkehard und Karin.






Vogelkoje, 4.6.1925. Familienausflug der Familie Johler mit Freunden aus Morsum. Mit dabei sind rechts von Hans Johler Getje Lauritzen mit ihrem Sohn Georg Julius, der spätere Schwiegersohn von Elwine und Hans. Ekkehard Johler im Matrosenanzug. Ganz rechts Elwine Johler.




Der Pastor von Morsum/Sylt,42, in seiner Amtstracht (1920).







Morsum, 23.5.1926. Hans Johler mit Sohn Ekkehard vor dem Pastorat.






Morsum, Ostern 1927. Pastor Hans mit Ehefrau Elwine und den Kindern (v.r.) Roland, Karin, Ekkehard sowie Hausmädchen Frl. Mimi,37, aus Hamburg vor dem Pastorat.-
Ab Februar 1927 wird der Wall im Norden des Pastoratgartens, der durch den Dammbau gegen die künftige Bahnhofstrasse grenzt, in dazu von Kirchenvertreter Anton Jensen gelieferten Feldsteinen neu -in Beton gebettet- aufgesetzt.






Westerland, 29.8.1926. Hans und Elwine Johler (v.r.)




1924. Elwine Johler(o.,38) mit Sohn Ekkehard.
Rechts Elwine Johlers Mutter Elwine Ude geb. Lampe(61).
Links Julie Ude geb. Utermöhlen(77), die Großmutter väterlicherseits.



Familie Hans Johler 1927 im Morsumer Pastoratsgarten
Morsum, Ostern 1927. Hans und Elwine Johler im Garten des Pastorats in Morsum. Mit dabei ihre Kinder (v.l.) Roland, Karin und Ekkehard.



Elwine Johler 1927 im Pastoratsgarten Morsum
dito.




Mit solchen Emaille-Schildern wird für die Fahrt nach Sylt geworben. Der Hindenburgdamm wird erst 1927 eingeweiht.





Widmung: "Herrn und Frau Pastor Johler in dankbarem
Gedenken an die schönen Stunden gemeinsamer Arbeit
von der Verfasserin. Erfurt, 6. Okt. 1930."






Morum/Sylt 1.6.1927.
Patenkind Karin Johler auf dem Arm ihrer Mutter Elwine überreicht dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg einen Blumenstrauss. Anlass ist die Einweihung des Hindenburgdammes. mehr zum Dammbau






Morsum 30er Jahre. Der frühere Zugang zur Kirche von der ehemaligen Dorfschule aus.



Erstaunlich gelassen erläutert Hans Johler seine Trennung vom Morsumer Pastorat gegenüber einer Freundin der Familie (Frl. Margaretha Hebbeln, Hademarschen bei Rendsburg, Holstentor-Schwester von Hannes Hebbeln, der als Junglehrer in Morsum tätig war.):
Den Text können Sie in Druckschrift lesen, wenn Sie mit der Maus über den Text fahren.










Flensburg, Falkenberg 13. Pastor Johlers Familie wohnt hier nach Ende seiner Dienstzeit von November 1927 - April 1929. Während dieser Zeit arbeitet Pastor Johler schon în Hamburg und wohnt in der Zeit bei seinen Eltern in der Bärenallee 60. Er bekommt Besuch aus seiner früheren Gemeinde Morsum. Es besuchen ihn (v.l.) Peter Körner, Paul Kayser, (Ehepaar Johler), Hannes Hebbeln (ehemaliger Lehrer in Morsum, derzeit Flensburg, Strucksdamm 9), Anna Kayser, Andreas Lauritzen, Getje Lauritzen, Grete Hebbeln. Davor die Kinder der Familie Johler.





Flensburg, ca. 1927. Falkenberg 13 Familie Johler wohnte im ersten Haus links.



JohlerkindedrNachMasern
Flensburg, 17. Juli 1928. Elwine Johler und ihre drei Kinder gucken alle ziemlich geschafft in die Kamera. Des Rätsels Lösung auf der Rückseite:"Der 1. Tag nach d. Masern."


Elwine Johler in Flensburg 1928 mit ihren Kindern
Flensburg, März 1928. Hier ist die Familie Johler noch frei von Masern. die Postkarte ging zu Ostern an Elwines Schwester Inge.




Flensburg, 1928. Karin, Ekkehard, Roland Johler.






Roland und Karin Johler





Roland (5) und Karin Johler(6).





30.6.1928. Hans Johler (M. rechts vom Kreuz) in der Gastronomie des Flughafens Hamburg anläßlich der Ankunft eines "v. Hünefeld" (Bildunterschrift), vermutlich des Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld, eines Flugpioniers.






22.6.1930. Hans (2.v.l.) und sein Bruder Ingo (4.v.l.) auf dem Hamburger Flughafen.




Roland, Ekkehard und Karin Johler am Rotklinkerbau ihrer Wohnung am Grasweg 38a in Hamburg.






1931. Interessante Interpretation: Dieses Bild von Ekkehard, Karin und Roland (v.l.) zeichnete die Portraitmalerin Elena Luksch-Makowsky (1878 - 1967) aus dem Nachbarhaus Grasweg 38 direkt vor ihrer Haustür. Der gelegentlich etwas melancholische Blick Rolands ist ihr schon damals als scharfe Beobachterin offensichtlich aufgefallen.



Krin Johler am Grasweg 38 in Hamburg
2013. Karin Johler erinnert sich an die Entstehung des Bildes von Elena Luksch-Makowsky am Grasweg 38. Der Zaun steht noch immer.




Sylvester 1932 bei Karl Frahm Königstrasse Altona
Hamburg, Sylvester 1932. Hans und Elwine Johler(rechts im Bild) feiern lustig verkleidet in der Wohnung von Karl Frahm an der Königstrasse in Altona. Karl Frahm(Mitte rechts) war Direktor der Westbank.




Roland Johler (4-5 Jahre alt)


Ostern 1933. Karin, 8, und Ekkehard Johler,11.


Hamburg, 1.9.1935. Im ersten Stock links in Gryphiusstr. 3
wohnt jetzt die Familie Johler, Elwine bleibt bis 1955. Die Wohnung wurde frei, da die jüdische Vormieterin, Frau Urias, in die USA auswanderte. Die Miete betrug 125 Mark. 1937, erinnert sich Tochter Karin verh. Lauritzen, wurde der erste elektrische Bosch-Kühlschrank angeschafft. Bis dahin kühlte man mit Eis, das in ca. 1 Meter langen Barren angeliefert wurde. Elwine Johler war Luftschutzwart im Haus. Während der Bombenangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 saß die Familie mit ihren Nachbarn oft und teilweise lange im Luftschutzkeller. Wenn Luftminen in der Nähe hochgingen, fing das Herz an zu klopfen. War es ruhig, lernte man über Gespräche die Nachbarn kennen.




Hamburg, Sommer 1942. Elwine Johler auf dem Balkon in der Gryphiusstraße.







Hamburg, Anfang der 30er. Elwine Johler.




Dr. Hans Johler




Der Personalausweis im 3. Reich, die Kennkarte.




Hamburg, ca. 1932. Hans Johler auf einem Ausflug mit den
Holsaten auf der Elbe. Die Holsaten sind ehemalige Schüler der
Albrecht-Thaer Oberrealschule vor dem Holstentor in Hamburg,
die sich in der Vereinigung Holsatia zusammengeschlossen haben.




Hamburg, 6.4.1940. Im Hotel Reichshof trifft sich Hans Johler (o.r.) mit seinen Mitabiturienten. Diese Treffen finden regelmäßig statt. Die Ehefrauen und z.T. auch die Kinder werden mit dazu eingeladen. Hans nennt das Foto das Ha-ha-ha-Bild, weil der Fotograf alle zum Lachen bringt. Wenn Sie mit der Maus über das Foto fahren, sehen Sie den ersten Schnappschuss.




1937. Hans Johler mit Sohn Ekkehard vor dem Planetarium im Stadtpark von Hamburg.





HAMBURG, 10.4.1937. Hans Johler (r.) verabschiedet Gemeindemitglieder nach einer Hochzeit. Hans Johler arbeitete zu dieser Zeit als Vertretungspastor in verschiedenen Hamburger Gemeinden.





HAMBURG, 10.4.1937. Hans Johler im Ornat nach einer Hochzeit des Paares Feiersbach-Seidel. Die Kirche ist nicht bekannt.




Hamburg 1938. Hans Johler auf einem Binnenschiff im Hamburger Hafen. Er betreut die Binnenschiffer-Gemeinde 1928 - 1943.





Hamburg 1938. Elwine Johler mit ihren Kindern Ekkehard und Karin (r.) und Roland unterhalb des U-Bahnhofs Hudtwalkerstraße.
Brief von Enkel Ekkehard Johler an seine Grossmutter Elwine Ude (1940)





25.8.1929. Hans und Elwine Johler sind Mitglied in einer Wandergruppe, die sich "Die Schnecke" nennt. Der Name drückt aus, dass es langsam voran geht. Neben der Freude an Bewegung und Natur spielen die Gespräche und und sozialen Kontakte eine tragende Rolle in der Vereinigung.



25.8.1929. Initiatoren der Wandergruppe sind zwei Brüder, Oskar Trinks, Vorname des Bruders unbekannt. Beide haben eine zeitlang in Südamerika gelebt und sind zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie wohnen am Lindenplatz in Hamburg. Wirtschaftlich geht es ihnen zu der Zeit nicht so gut.





28.2.1932. Bildunterschrift: "Else, Erika, Inge v. Gering(ß), Stechert Gibsone (?), Pia Reher, Hans Johler, Elwine Johler, Inge Hellmann."
In der "Schnecke" wandern Bürger der Mittelschicht. Sie fahren am Wochenende mit U- oder S-Bahn bzw. Zug in die Außenbezirke von Hamburg und beginnen dort ihre Wanderungen. Karin Lauritzen nennt folgende Namen von Teilnehmerinnen: Hans und Elwine Johler, Ingo und Erika Johler, Familie Steffen aus Othmarschen (Gottorpstraße), Dr. Jäger. Ehepaare und auch jüngere Frauen, Sekretärinnen nehmen an den Wanderungen teil. Die Wege sind stets genau geplant. Es gibt eine Einkehr mit z.B. Erbsensuppe. Abends wird getanzt. Ausgangspunkte der Wanderungen sind z.B. Hausbruch, Aumühle, Wohldorf-Ohlstedt, Sasel, Poppenbüttel.




Mai 1940. Schneckenwanderung mit Hans Johler (M.) Else Hinsch (r.) und Herrn Steffen (vermutlich l.) mit den Kindern Rolf und Sigrid.







28.2.1932. Ingo (l.) und Hans Johler im Sachsenwald.










Hamburg, 1941. Noch sind alle zusammen. Familie Johler (v.l.): Karin, Elwine, Ekkehard, Hans, Roland. Roland hatte an einer Privatschule am Baumwall in Hamburg einen Klassenkameraden mit gleichem Namen, allerdings als Nachname. Der wurde später Filmregisseur. Vorname Jürgen.
Roland Johler hat der Familie einen Radioapparat besorgt, mit dem "Feindsender" abgehört werden konnten. Vater Hans Johler hat das Gerät nicht nur finanziert, sondern hörte auch unter den Bettdecke gerne ins Programm.

...später:

Ekkehard Johler




Bremen, Januar 1942. Ekkehard Johler absolviert seit 1941 seine
Grundausbildung in Bremen Osterholz. Gegen Ende dieser
Grundausbildung lässt er sich fotografieren. "Man weiss ja nie... " Die Ausbildung zum Nebelwerfer erfolgt ab Herbst 1941 in einer Kasernenanlage in Celle, den noch heute so genannten Nebelkasernen. Sie werden gegenwärtig von den Engländern genutzt. Ekkehard Johler wohnt zu der Zeit ca. ein halbes Jahr auf dem Bauernhof der Familie Otte in Groß-Hehlen, Familienanschluss inklusive. Diese Form der privaten Unterbringung war seinerzeit dort durchaus üblich. Das damals von Ekkehard bewohnte Zimmer ist noch heute (2003) praktisch unverändert erhalten geblieben. Paul Heinz Otte, damals 12 Jahre alt, erinnert sich noch gut an Ekkehard Johler. Er besitzt zwei Briefe von Ekkehard aus Stalingrad sowie als Geschenk eine Bibel und den Roman Dammbau, der sich u.a. mit Vater Hans Johlers Rolle beim Dammbau nach Sylt beschäftigt.
Am 8. Mai 1942 wird Ekkehard Johler mit seiner Einheit zu seinem ersten Einsatz nach Stalingrad geschickt (Quelle: Paul Heinz Otte). Er wird in einer Nebelwerfer-Einheit als Fernmelder eingesetzt und kehrt aus Stalingrad nicht mehr zurück. Wir haben als Familie nichts Konkretes über seinen Tod in Erfahrung bringen können.
Aus den Nebelwerfern werden später Werfer, d.h. Einheiten, die stalinorgelähnliche Mehrfachraketenwerfer bedienen.


Ekkehard Johler 1942 kurz vor seinem Marschbefehl nach Russland.
Hamburg, Ostern 1942. Ekkehard Johler auf Urlaub zuhause kurz bevor er nach Russland muss.





Ekkehard Johler(o.) im Felde, vermutlich Russland Sommer 1942.
Bei den Kameraden könnte es sich um u.a. um Fauth und Hampel handeln.

 







Brief von Hans Johlers Sohn Roland(17) an die befreundete Familie Hebbeln, bei der Roland mehrfach länger zu Besuch war, um sich von verschiedenen Krankheiten zu erholen.
Todesnachricht von Hans Johler an Margarethe Hebbeln






Ca. 1942. Ein sehr ernster und etwas hagerer Hans Johler in einem Portrait von Elena Luksch-Makowsky. Das Original war farbig. Oben links findet sich das Johler-Wappen. Das Originalbild ist leider bei der Ausbombung der elterlichen Fabrik 1943 verbrannt. Elena Luksch-Makowsky war eine zeitlang Nachbarin von Familie Johler in Hamburg Winterhude. Das Beileidsschreiben an die Witwe:

17. September 1943
Thielengasse 4 II 2/3
Hamburg 39

Liebe Frau Pastor Johler!
Als ich die Nachricht von dem schweren Verlust in Ihrer Familie las - war ich ehrlich erschüttert und trauere aufrichtig mit Ihnen. Mein Vorhaben - beim letzten Geleit dabei zu sein - habe ich leider im Wirbel der jetzigen Geschehnisse nicht ausführen können - was ich sehr bedauere. Ich hätte Ihnen auch geschrieben und nun senden Sie mir die Trauernachricht. Schon in den letzten Tagen des Lebens am Grasweg habe ich die größte Sympathie zu Ihrem Gatten gehabt und auch zu Ihrer ganzen lieben Familie. Dass ich zehn Jahre später anlässlich der Portraitarbeit in engeren Kontakt mit meinem Modell kam, hat meine hohe Meinung nur verfestigt - die umfassenden Gespräche waren freundschaftlich-verwandten Karakters. Ich freute mich über den gesprächigen, unerschrocken so überaus gütigen, aktiven - und grosszügig talentierten Menschen. Die Tätigkeit von Pastor Dr. H. Johler brachte ihn mit so Vielen zusammen - und ich weiss, dass die Menschen - Gemeinde die die Abberufung von ihrem Pastor beweinen wird - gross ist. Vielleicht gehöre ich aber zu den wenigen Vielen die ihn nicht missverstehen konnten und richtig schätzten. Meine künstlerische und psychologische Erfahrung befähigen mich dazu. Es wäre schön gewesen wenn er diese Zeit überlebt hätte und später alles hätte besprochen und gewertet und beurteilt werden können. Viel zu früh, so dünkt es mir, ist Ihr guter Riese - gegangen. Seien Sie versichert, liebe Frau Pastor, dass ich ihm ein unvergängliches Gedenken bewahre, in echter Freundschaft. Dem - an sich arbeitenden, dem kämpfenden und dem in tausend spontanen Einfällen sich verschwendenden Menschenin aktiver Güte - immer bereit eine Freude dem anderen zu gönnen - dem Tapferen - dem viel Unbill wiederfahren ist.
Ich werde in nächster Zeit zu Ihnen kommen, um mehr zu hören, wenn Sie es erlauben. Die Andeutungen in der Mitteilung weisen ja auf ein gnädiges, ruhmvolles Ende, eine grosse Gnade Gottes, dessen Diener er im vollen Sinne war.
Ihre Elena Luksch-Makowsky

P.S. Bitte mir zu sagen ob das Portrait noch vorhanden ist, und nicht etwa bei den Angriffen gelitten hat? In diesem letzten Falle würde ich es wiederholen, anhand der Photographie von dem Bild.








Sommer 1947. Roland Johler im Kriegsgefangenenlager Friedrichsruh - Sachsenwald. Er war dort als Waldarbeiter bei der 891. German Labour-Service Group P.W.-Dienstgruppe zwangsbeschäftigt. Die Kriegsgefangenen hatten gelegentlich Ausgang. So konnte Roland auch zu Besuchen zu seiner Familie nach Hamburg. Ein Vater seiner Schulfreunde Claus und Paul, von Beruf Arzt, versuchte vergeblich mit der Vergabe von fieberauslösenden Spritzen eine vorzeitige Entlassung zu erreichen. Roland kam lediglich auf die Krankenstation.

Roland Johler wurde 1944 als 17jähriger eingezogen und dann in Holland und Belgien gegen die Alliierten Invasionstruppen eingesetzt. Dort erlebte er Traumatisches, das ihn bis zu seinem Tod gelegentlich aus dem Schlaf riss (z.B. die Beobachtung von aus dem Bauchraum quellenden Gedärmen). Nach der Gefangennahme kam er zunächst nach Berleburg ins Sauerland in Kriegsgefangenschaft, wo er in der Gegend von Laasphe Bäume fällte. 1945 gab es zunächst keine festen Unterkünfte. Die Kriegsgefangenen wurden auf einer Wiese wie Vieh gehalten. Sie versuchten sich, mit dem Graben von Erdlöchern vor der Witterung zu schützen. Später trug er aus Säcken genähte Hosen und Holzschuhe, war abgemagert, wie seine Schwester Karin berichtet. Karin, die ihn damals besuchte, war 1945 (?) dorthin per Anhalter mit Lastwagen unterwegs, den einzigen Fahrzeugen, die damals fuhren. "Mindestens eine halbe Million, vielleicht aber auch bis zu einer Million deutsche Soldaten hatten das Pech, die zweifellos furchtbaren, entbehrungsreichen Zustände in diesen provisorischen Freiluftlagern erdulden zu müssen. Was die Todesrate angeht, so wird allgemein geschätzt, dass sie bei etwa einem Prozent lag, aber es gibt auch plausible Schätzungen von bis zu fünf Prozent." (Frederick Taylor, Zwischen Krieg und Frieden, Berlin 2011, S. 245)

Noch ca. 1945 sollten einige Gefangenen entlassen werden und dazu auf einen LKW steigen. Roland gehörte zu der Gruppe. Kurz bevor er auf die LKW-Pritsche klettern konnte, fragte ihn jemand nach Feuer. Roland gab es ihm und in der kurzen Zeit, die die höfliche Geste dauerte, war der LKW voll, die Klappe ging hoch. Roland standen dadurch zwei Jahre Kriegsgefangenschaft bevor.





Hamburg April 1964. Roland Johler wohnt jetzt in der Parkallee 14, ist Schiffsausrüster, heiratet. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1947 absolvierte er mit 22 Jahren noch eine Lehre als Kaufmann im Papierwarengroßhandel Steffen in Othmarschen. Danach folgten Stationen in dem Rauchwarengeschäft Lehmann, das mit Tierhaaren handelte, die zu Hüten verarbeitet wurden, dem Schuhhaus Prange am Jungfernstieg, eine Tätigkeit als angestellter und später auch unternehmerische Verantwortung tragender Schiffsausrüster. Den Abschluss seiner beruflichen Laufbahn erlebte Roland Johler als Außendienstmitarbeiter bei Beiersdorf, wovon er u.a. -wie ich mich erinnere- stolz erzählte, dass er als erster die Idee hatte, an ALDI zu verkaufen und auf einen Schlag für einen 6stellligen DM-Betrag Tesa-Produkte veräußern konnte. Roland Johler starb am 5.2.1993 in Hamburg.



Hamburg, ca. 1985. Roland Johler.






Morsum, April 1973. Hannes und Grete Hebbeln mit Elwine Johler(r.) in der Mitte.Außen links Karin Lauritzen, rechts Magda Lauritzen. Das Foto ist auf der Terrasse des Hauses von Karin und Georg Lauritzen in Morsum am Terpstieg aufgenommen worden. Hannes und Gretel Hebbeln sind mit den Johlers befreundet seit Hannes Hebbeln in Morsum als Junglehrer tätig war.





Kiel, Januar 1975. Elwine Johler (2.v.l.) im Seniorenheim Holtenau. Tochter Karin wohnt zu der Zeit in Kiel-Wik. Die Mitbewohnerinnen v.l.:Gertrud Kemgt +6.3.76, Elwine Johler, Antonia Schumacher. V.r.: Clara Laars und Else Kalweit.


Elwine Johler Am Nordostseekanal 1975 mit Tochter Karin
Kiel, 25. April 1975. "Mit Karin...am Kanal Buschwindröschen gepflückt im Knooper Wald."





Hamburg 1986. Elwine Johler feiert im Haus ihres Sohnes Roland ihren 90. Geburtstag.

Ein Geheimnis ihres langen Lebens ist vielleicht ihr Medikamentenkonsum. In einem Brief an ihre Freundin Margaretha vom 30.11.1967 schreibt sie:"Früher war ich nicht so fürs einnehmen, aber jetzt bin ich schon lange nicht mehr zimperlich auf dem Gebiet. Durch die Bank muß ich dreimal täglich drei bis vier verschiedene Sachen schlucken. Tropfen für den Gallenfluß, Tabletten gegen zu hohen Blutdruck, Dragees fürs Herz, auch Dragees gegen die Durchblutungssstörungen und Kapseln gegen die Gichtknoten in den Pfoten! Und wenn ich schwindelig bin, was auch hin und wieder passiert, habe ich auch Pillen dafür liegen, die zum Glück auf Anhieb helfen. Ich wunder mich nur immer, daß all dies Zeug auch immer dahin rutscht, wo es helfen soll. Aber Onkel Doktor sagt, das regelt sich ganz von selbst. Nur brav schlucken. Hotzvadori, und wenn es mit der Verdauung nicht ganz klappt, hab ich dafür auch noch einen Pillentröster vor dem Schlafengehen. Nun kannst Du mal tüchtig lachen über mich, ich habe früher auch oft gelacht, wenn ich die alten Tanten mit ihren Apotheken im Pompadur beobachtete. Nu sünd wi sülben so wiet!!"




Morsum, Friedhof 1991.



Morsum, Juli 2002.
Ulle Weber (r.) liest im Moasem Hüs aus Margarete Boies Roman Dammbau. Hier ist sie im Gespräch mit Karin Lauritzen, der Tochter des Pastors Hans Johler, einer Hauptfigur des Romans.

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Daniel Gustav Hans Johler ist seit 19.5.1913 in seiner ersten Anstellung Pastor in Morsum auf Sylt. Er heiratet am 3.9.1919 Katharina Julie Elwine Ude aus Lübeck. Beide wohnen im Morsumer Pastorat.

Hans und Elwine Johler haben 3 Kinder:

1.) Ekkehard Harro Godwin Erk Johler
* 21.10.1921 in Morsum
als Soldat vermisst in Stalingrad am 15.1.1943
>Ekkehards letzte Briefe aus Stalingrad
Private Fotos von Ekkehard Johler vom Stalingradfeldzug

2.) Karin Runtraut Elwine Johler *7.2. 1925 in Morsum

3.) Roland Rudolf Ingo Johler †
* 21.6.1926 in Morsum
heiratet zunächst Annegret Eckhoff:
1 Kind York
In zweiter Ehe ist Roland Johler mit Brigitte Batista verheiratet:
1 Sohn Roman (verheiratet mit Margret Taskiran)

In die Dienstzeit von Hans Johler in Morsum fällt u.a. der Dammbau nach Sylt. Hans Johler kümmert sich als Seelsorger auch um die vielen (1500?) Arbeiter, die in das sonst so abgeschottete Dorf gekommen sind. Das führt zu Spannungen mit der eingesessenen Bevölkerung, die u.a. den Stoff für Margarete Bojes Roman "Dammbau" liefern.

1915 meldet sich Pastor Johler zum 2. Mal freiwillig für den Dienst mit der Waffe. Das königliche Konsistorium lehnt den Antrag ab, da zur notdürftigen seelsorgerischen Versorgung der Insel zwei Geistliche notwendig seien. (vgl. Dannenberg, S. 122)

Woher kommt diese Bereitschaft, in den Krieg zu ziehen? Eine Antwort darauf findet sich vielleicht in der Erziehung während der Kaiserzeit. Folgende Zeilen leiten die Festgabe der Stadt Wandsbek für ihre Jugend von1897 ein, die aus einem von Hans Johler im Alter von 15 Jahren signierten Exemplar zitiert werden:

"Freue dich, deutscher Knabe, deutsches Mädchen, sei stolz darauf, dein Vater war auch dabei, als wir hinauszogen in den Kampf für Deutschlands Ehre, in den heißen Kampf, das bedrängte Vaterland zu verteidigen!...Deutschlands Sohn, ob du mitgekämpft hast oder nicht, blicke in Verehrung auf zu dem Heldenkaiser, der uns zum Sieg geführt hat." Lob auf den Reichsgründer Kaiser Wilhelm I., der die als Verteidigungskrieg begonnene Auseinandersetzung von 1870/71 gegen Frankreich u.a. zur Annexion von Elsaß und Lothringen nutzte.-

Kaiser Wilhelm I.

Dem Nazi-Regime stand Hans Johler ambivalent gegenüber. In einem Familienbrief aus dem Jahre 1932 findet sich fogende Bemerkung:

"Es freut mich auch, dass Hitler wieder weitere schöne
Erfolge gehabt hat, nur dass Johlers sich nicht bekehren lassen wollen, kann ich eigentlich nicht verstehen. Wieso treibt Brüning eine feine Politik, Hans [Pastor Hans Johler] muss doch selber spüren, was bei seinen Notverordnungen herausgekommen ist, Gehaltsabbau usw. Ausserdem ist der Mann Katholik und sollte aus diesem Grunde schon nicht die Sympathie eines protestantischen Priesters haben. ...Das mit der gottlosen Vergottung der Vergötterung der Gottmenschen und der heidnischen Götterei scheint mir auch ziemlich überspannt zu sein, man muss zum mindesten eine ganze Zeit nachdenken, bis man den Sinn halbwegs erfasst hat."

Hans Johler war allerdings auch Mitglied der Deutschen Christen (Paasch, S. 28), einer dem Nationalsozialismus nahestehenden Strömung im Protestantismus. Sie wurde 1932 auf Reichsebene gegründet.(Piening, S. 65)

Überliefert sind erbitterte Streitgespräche zwischen Hans Johler und Hermann Okraß, dem Hauptschriftleiter des Hamburger Tagesblatts. Die Zeitung war ein NSDAP-Propagandablatt. Okraß war mit einer Schwester von Erika Johler, geb. Jankwitz, verheiratet. Damit gehörte er zur Familie.


Im November 1927
wechselt Hans Johler nach Hamburg und wird dort 1929 Flussschiffer-Pastor auf der Veddel. Er setzt sich u.a. "für die Errichtung eines Schifferkinderheims sowie eines Heims für die erwachsenen Schiffer ein" (Paasch, S. 27). Er promoviert am 19.9.1939 an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über "Die Strukturwandlungen der Binnenschiffahrt im Jahrzehnt 1939 - 1940 in Hamburg als Grundlage einer Soziologie des deutschen Schifferstandes" und macht in der Kriegszeit Vertretungsdienste in verschiedenen Hamburger Kirchen und im Friedhofsdienst. Weil das Geld nicht reicht, arbeitet Hans Johler ab 1941 auch im Rahmen des Kriegshilfsdienstes bei der Hamburger Feuerkasse. Seine Arbeit als Vertretungspastor gibt er deshalb jedoch nicht auf. Ausdruck der finanziellen Enge ist eine Bitte von Hans Johler an eine Freundin von Elwine, die in Hademarschen Kreis Rendsburg wohnt, also auf dem Lande:"Hier ist alles ziemlich knapp. Sollte es Euch doch möglich sein, mit der Post einige Eier ab und zu zu übersenden, würdest Du ein wirklich gutes Werk für meine Gesundheit tun."(Postkarte vom 28.9.1939) Wie wichtig ihm die Versorgung mit frischen Eiern war, zeigt ein Brief, der sich auf zwei
Seiten der Eierlogistik widmet.

Elwine und Hans Johler wohnen in Hamburg zunächst am Grasweg 38a und dann in der Gryphiusstr. 3 im ersten Stock.

Im Januar 1943 wird ihr Sohn Ekkehard in Stalingrad als vermisst gemeldet.

Hans Johler stirbt am 5.9.1943 während eines Vertretungsgottesdienstes in der später durch Luftangriffe zerstörten Bramfelder Kirche.

Elwine Johler zieht aus der viel zu großen Wohnung in der Gryphiustraße in eine 1 1/2-Zimmer-Wohnung am Schwanenwik 31. Danach wohnt sie in Altenheimen in Kiel-Holtenau und Westerland sowie bei ihrer Tochter Karin in Morsum.






Quellen:
Dannenberg, Gerd: Schicksal hinter goldenen Lettern

Gerhard Paasch, Die Hamburger Flussschiffergemeinde, Hamburg 2003

Piening, Holger: Zwischen Monarchie und Führerstaat Nordfriesische Pastoren im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, In: Zwischen Eider und Wiedau Nordfriesland 2017



Lange nicht gehört!
Elwine Johler erzählt ihrer Tochter Karin von ihrer Verlobung im Jahre 1919 (42`30. Die ersten 7`13 sind sehr leise. 40 MB)
hier hören Nur DSL


















































historische Karte von Morsum/Sylt (Stand 1878)
sowie
die Anschlusskarte Keitum/Sylt





































Fotos von Pastor Hans Johlers KonfirmandInnen auf Sylt







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