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Das Bauerndorf: Sehr vieles ist Handarbeit
Historische Fotos aus Morsum/Sylt I II III IV

Hamburg,














Tinnum. Das Kind Adolf Lauritzen hilft bei der Heuernte.









Dieses Foto entstand am Katrevel im südlichen Teil Morsums (Osterende). Bevor der Deich fertig wurde, gab es hier tief ins Land führende Gräben, die regelmäßig bei Flut Wasser führten und Häuser sowie Wiesen trennten. Die Brücke war für Fuhrwerke zu schmal und zu leicht. Also nutzte man Furten.
Siehe auch die historische Karte von Morsum





1955. Heuernte in Morsum auf Sylt. Am Zügel steht Erk Lauritzen, auf dem Pferd posiert das Stadtkind Ekkehard Lauritzen.





1922. Kartoffelernte am Täärpstig. Mit Pferdekraft wird die Erde gelockert. Gesammelt wird per Hand.
Die Häuser gehörten Jörn Ossenbrüggen (l.) und Frauke Christiansen.




Pferde sind der Stolz eines jeden Bauern. Am Haus ist über der Tür der Name Hein zu erkennen. Das Portrait des Morsumers mit onmouseover.






1922. Kartoffelernte
Erntehelfer (v.l.u.): Dorette Jürgensen, Caroline Schnoor, Christine Peters geb. Christiansen, Karla Thiele geb. Schröder (Willi Schröders Schwester und Morsumer Hebamme), Anneliese Schnoor,
v.l.o.: Henriette Henningsen, Karl Jürgensen (Bruder von Ludwig Jürgensen).
Das Haus rechts gehörte Hans Kamp, vorher Martha Brink





Morsum, ca. 1930. Es wird in Eimer gemolken.











Morsum, o.J. Gemolken haben Mann und Frau gemeinsam, zwei mal täglich. Man saß dabei auf einem Melkschemel. Die Milchkannen wurden an besonders stabile Fahrräder mit entsprechenden Halterungen gehängt und nach Hause gefahren. Später mit höherem Milchaufkommen kamen für den Transport der Kannen Pferdekutschen zum Einsatz. Als die Melkmaschinen eingeführt wurden, übernahm der Trecker deren Antrieb und die Transportarbeit.
















Getreide wird mit dem Binder gemäht und gebunden und dann
zum Trocknen aufgestellt.



Morsum 1953. Ein Binder von Erk Lauritzen mit drei Pferden.






Morsum 1953. Die drei Pferde vor dem Binder heißen (v.l.) Lotte, Liese und Harro. Die Zügel hält Erk Lauritzen (genannt Erke) mit seinem ältesten Sohn Desche.





Erntepause





Das Getreide wird gedroschen.





Männer beim Handarbeiten.



Reeternte
Reeternte. Im Hintergrund wird das Schilfrohr aufgestellt und getrocknet. Man verwendet es zur Dackeindeckung.



Hinter dem Pflug steht die Mutter von Werner Ruhsert, der weiter unten auf dieser Seite charakterisiert wird.





Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Morsum.





Morsumer Feuerwehr im Einsatz mit der mobilen Handpumpe.




Übersichtsfoto des Feuerwehreinsatzes





Feuerwehrmann



Diese Morsumer Graupenmühle stand auf dem Gelände des heutigen Campingplatzes (Melnstich 7). Der erste Betreiber der Mühle baut 1788 auch den Hof an der Strasse Gurtmuasem 15, der jetzt von den Lauritzens bewohnt wird.



Morsum, die zweite Mühle des Ortes. Sie stand lt. Karte von 1811 an der Strasse, die heute Terpstich genannt wird. Zur historischen Karte, um die Mühlenstandorte zu entdecken:
Karte Morsum 1811 (Vermessung 1783-87)







Zum Vergleich die Keitumer Mühle. Beides sind Holländermühlen, die mit einem Balken (rechts), dem Melnstört (Mühlenschwanz) in den Wind gedreht wurden.




Karl Holst (l.) und Hans Bossen mauern am Haus von Willi Thevagt. (Quelle: Emma Scholz)





Anschliessend kommt das Mehl u.a. zu Bäcker Nielsen in Morsum (heute Ingwersen). Im Bild ist der Seiteneingang zur Backstube, in der angestellte Bäckergesellen die erfrischende Kühle von draussen geniessen. Links Bäckergeselle Schlichte. Bäcker Nielsen war gehbehindert und konnte nur an Stöcken gehen, arbeitete aber trotzdem in der Backstube.
Im Hintergrund die Backbleche. Die Öfen stehen rechts um die Ecke.




Schlachter Helmut Christiansen (r.).





Mit dem Fremdenverkehr kommen neue Dienstleistungsberufe auf die Insel. Auf diesem Foto dürfte es sich um Grete Ingwersen verh. Bossen vom Restaurant Nösse handeln.




Hier wird gefeiert. Der Anlass ist unbekannt. Offensichtlich wird dem Mann im hellen Anzug mit Bier zugeprostet. Vergrößerung mit onmouseover.





Morsum. Auf dem Hackerhof wohnte früher die altersblinde Cressen Nissen mit ihrem Mann Boy.



Junge Morsumerinnen mit Schürzen.





Morsum. Mutter und Kind tragen Festtagskleidung.





Altes Morsumer Paar.





Morsum. Cressen und Boy Nissen.




Keitum. Georgine Körner beim Schafscheren.




Keitum. Georgine Körner trägt die Wolle nach Hause.



Morsum. Cressen Nissen beim Spinnen von Schafwolle. Jens Booysen schreibt 1828: "Das Frauenzimmer auf Silt ist unstreitig das arbeitsamste der ganzen Welt...Ein Hauptprodukt dieses häuslichen Fleißes besteht in wollenen Strümpfen, Socken oder Halbstrümpfen und gestrickten Jacken.... Die Schafe werden zweimal des Jahrs geschoren." Die Wolle wird von Booysen als ziemlich weich beschrieben. Schafwollleibchen, die ich als Kind tragen mußte, haben bei mir vermutlich später eine Woll-Allergie ausgelöst: Grosse weiße Hautflecken, die sofort verschwanden, sobald der Hautkontakt mit Schafwolle aufhörte.




Die Wolle muss natürlich auch veerarbeitet werden. Sylter Schafwolle als Leibchen war mir als Kind ein Graus. Sie kratzte und juckte.




Eissegler von Morsum übernahmen vor dem Dambau den Postverkehr mit dem Festland, wenn das Schiff nicht fahren konnte. Sie starteten in Nösse.




Morsum Nösse um 1890. Das Boot mußte gelegentlich über das Eis gezogen werden. Die Strecke führte von Morsum nach Widdingharde auf dem Festland. Es war allerdings so beschwerlich, daß die Reise nur alle 2 bis 3 Wochen durchgeführt wurde (Booysen 1828). Legendär war der Winter 1888/89, als wegen des strengen Winters 57 Fahrten unternommen werden mussten (Ulrich Schulte Wülwer, Künstlerinsel Sylt, 2005). Maler Franz Korwan hat dazu im Auftrag von Postminister Heinrich von Stephan ein beeindruckendes Bild geschaffen, das im Museum für Kommunikation in Frankfurt hängt. Der Postverkehr wurde vermutlich über die Posthilfsstelle Nösse von der Familie Bossen im dortigen Restaurant abgewickelt. Unbekannt ist, ob diese Posthilfssstelle über einen eigenen Stempel verfügte. Einer der Eisbootfahrer ist Martin Boysen (*1858 +1940), der in Morsum am Nössistig wohnte. Glindmeier, S.134





Morsum, ca. 1940. Der Reichsarbeitsdienst unterhält eine Reihe von Baracken auf dem Gelände des heutigen Campingplatzes. Gelegentlich gibb es öffentliche Freitzeitveranstaltungen. Die jungen Männer werden von manchen jungen Morsumerinnen als attraktive Bereicherung ihres Freizeitlebens empfunden. Nach dem Krieg wurden die Baracken u.a. von der Morsumer Schule als Klassenräume genutzt. (Quelle: Emma Scholz). - Beim Reichsarbeitsdienst handelte es sich um billige Arbeitskräfte des Staates. Für die Mädchen gab es als Pendant das Pflichtjahr. Zusätzlich wurden Ausländer aus besetzten Gebieten zu Arbeiten in der Landwirtschaft, der Pflege, dem Bau und vielen anderen personalintensiven Tätigkeiten herangezogen.Die billigen Arbeitskräfte dienten als Ausgleich für die an die Front abkommandierten Männer. Auch in Morsum.


1. Mai 1933, Morsum.
Die Morsumer BDM-Gruppe feiert den Tag der Arbeit. (BDM = Bund deutscher Mädchen). Freizeitangebote sind begrenzt. Reizvolle Veranstaltungen wie diese locken viele Mädchen an. Der Tag der Arbeit ist von den Nationalsozialisten ab 1933 zum gesetzlichen Feiertag erklärt worden. Für ehrenamtliche Parteimitarbeiter gibt es Uniformen und Orden. Sie vermittelen ihren Trägern das Gefühl, einen Beitrag zur Leistungsgesellschaft zu erbringen. Damit reihen sie sich in die von Hitler proklamierte Volksgemeinschaft ein. Das war die Grundlage der Ausgrenzungsgemeinschaft gegen Juden und andere Randgruppen wie z.B. Behinderte und Andersdenkende. Viele Deutsche merkten das leider nicht. - Ein relativer Fortschritt: Unsere Regierung (2015) sieht uns Deutsche schon als Europäer. Angesichts der Flüchtlingsströme ist es aber noch ein weiter Weg bis zum Weltbürger.



Morsum. Feier zum 1. Mai



Morsum. Feier zum 1. Mai







Wahlkampf in Morsum. Der Radfahrer rechts mit Hitlergruß fürs Foto.





Morsum. Werner Ruhsert, *19.3.1903, †14.1.1986, war als Gärtner ein liebenswertes Morsumer Original. Er verkaufte vorzugsweise Gemüse und Jungpflanzen. Seine Kunden erreichte er über Jahrzehnte auf der ganzen Insel per Fahrrad. Sehr freundlich, sehr fleissig und mit extrem preiswerter Ware: Jungpflanzen für 1 Pfennig! Er galt als nicht sonderlich schlau. Viele Geschichten im Dorf illlustrieren das. Hier eine: Ruhsert las, dass im Westerländer Kaufhaus HB Jensen Schafdecken angeboten wurden: 5 Mark. Das fand er günstig, nahm sein Schaf, das er im Garten hielt mit nach Westerland und wollte es dort decken lassen... (Foto:Emma Scholz)





Morsum. Werner Ruhsert radelt mit leeren Körben auf dem Terpstich zurück nach Hause (Nössistig 9). Mit dem Rad bediente er Kunden bis nach List. Er war verheiratet mit Ose geb. Cornelsen (*4.7.1905 †10.5.1974).




Morsum. Hans Kamp (korrekt: Jürgensen) in seinem Atelier (heute Terpstich 13). Der Morsumer (*18.5.1876, † 20.10.1953) war ein künstlerisch-handwerklich begabter Alleskönner. Er malte nicht nur, sondern arbeitete zeitweise auch als Anstreicher, Glaser, Musiker (Trommel), Möbeltischler und Fotograf. Nebenbei betrieb er eine kleine Landwirtschaft - wie fast alle Morsumer. Viele Fotos auf diesen Seiten stammen von ihm. Er fotografierte noch mit der in den 30er Jahren eigentlich schon veralteten Technik auf Glasplattennegativ. Er war verheiratet mit Dorette geb. Hein (*7.11.1885 22.10.1945). Sie wohnten im Terpstich 13.




Morsum. Hans Kamp (korrekt: Hans Jürgensen) Foto: Lühr



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siehe auch:
Historische Fotos von Friesenhäusern

Sylter Häuser

Badebetrieb auf Sylt

Der 1. Weltkrieg auf Sylt ...
viele Fotos aus Klappholttal
und vom Ellenbogen


Morsumer mit Hakenkreuz


Morsumer Kulturverein





Quellen:
Walter Glindmeier, Morsumer Häuser im Wandel der Zeit 1920 - 2002, Niebüll 2002






























































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