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FotoBioGrafie
Historische Fotos aus Morsum I II III IV

Hamburg,


Hochwasser gibt es in der Region Morsum seit Jahrhunderten. Die Menschen haben daraus gelernt und ihre Häuser in gefährdeten Gebieten auf Warften gebaut. Glücklich die Bewohner, die in höhergelegenen Gebieten wohnen.




Pech für tiefergelegene Höfe. Diese Sturmflut hat dazu geführt, dass der abgebildete Körner-Hof mittlerweile mit einem Privatdeich umgeben ist. Das Foto zeigt den Blick nach Westen Richtung Keitum nördlich des Bahndamms etwa in Höhe des Hauses von Gerd und Wilma Lauritzen.





Hier am Eierkliff in Morsum sind Häuser nicht hochwassergefährdet. Es ist eine der höchsten Erhebungen von Morsum.




Die Hochwassergebiete Morsums lagen vor dem Deichbau im Süden vorrangig dort. Es wurde deshalb auf Warften gebaut. Im Hochwasserfall waren die Bewohner allerdings isoliert. In extremen Fällen kam es vor dem Bau des Hindenburgdamms zu einer kompletten Überflutung der Gebiete zwischen Morsum und Archsum. Morsum war dann für kurze Zeit eine eigenständige Insel, knietief vom übrigen Sylts getrennt. In Überschwemmungsgebieten gab es kein gutes Trinkwasser (Booysen, S.33) Einen Überblick über die Morsumer Überschwemmungsgebiete vor dem Damm- und Deichbau finden Sie auf dieser historischen Karte: Die Gebiete sind entsprechend markiert.
Historische Karte von Morsum/Sylt (Stand 1878)
sowie
die Anschlusskarte
Keitum/Sylt






Was aussieht wie Schnee ist Nordseewasser. Schlauerweise wird der Zugang zum Hof per Damm gesichert.






Wasser drüber.





Fenne unter.




Landvermessung
Morsum, ca. 1933. Andreas Lauritzen (l.). Bilddeutung: Mit Landvermessern und Ingenieuren, die den Deich im Süden von Morsum planen.




Eine Sturmflut drückt Wasser im Süden Morsums über den Deich. Die Aufnahme ist vermutlich von 1976. Foto: Detlef Martensen




Hochwasser im Süden Morsums. Foto: Detlef Martensen





Mit diesen Hochwassermessstationen wurden in Morsum nach dem Deichbau die Wasserstände gemessen. Dieser Turm stand offensichtlich im Süden. Auch am Kliff im Norden gab es so einen Turm. Foto: Emma Scholz




Bis zum Bahndamm konnte das Hochwasser kommen. Hier der Blick von der Bahnüberführung vor Keitum auf den Ort. - Die Bauern mussten rechtzeitig ihr Vieh von den überfluteten Wiesen treiben. Foto: Emma Scholz
Einen Überblick über die Keitumer Überschwemmungsgebiete vor dem Damm- und Deichbau finden Sie auf dieser historischen Karte: Die Gebiete sind entsprechend markiert.
Karte Keitum/Sylt






Käfer im Watt. Der Wetttergott meinte es ca. 1962 günstig, als er das Watt zufrieren liess. Ein im Automobilzeitalter vermutlich einmaliges Erlebnis für alle Sylt-Interessierten. Das Salz an den Autos hat den Fahrzeugen nur ein kurzes Leben beschert. Aber die Besitzer haben Sylter Zeitgeschichte geschrieben - und den Bundesbahntarif gespart. Sylt-Besucher pflegen nun mal ihre eigenen Werte.





Mit 2 PS durch Morsum. Zur Zeit im Leerlauf.




Das Foto stammt aus dem Familienalbum Lauritzen. Es ist in mehrern Alben der Kinder von Alice und Christian Lauritzen enthalten. Auf dem Kutschbock könnte Nicolai Lauritzen sitzen, der nach Sylt eingewanderte, Grossvater der Fotoalbenbesitzer. Kutschen waren auf Sylt bis zum Bau der Eisenbahnen das gängige Verkehrsmittel.




In dieser Kutsche fahren Julius Matzen und seine Frau Ohmine vom heutigen Lauritzen-Hof.






Sylter Reiter



Pferdestärken lösen Pferde ab.




Morsum. Ludwig, Karl und Jan Jürgensen.






Einer der ersten Pickups auf Sylt. Besitzer Peter Howold ist auch geschickter Werber in eigener Sache.





Zweiradfahrer in Morsum vor dem Start.




Morsum, Tärpstig, vor dem Haus von Schröder.







Kinderfahrräder kaufte man früher nicht. Der Junge konnte das Herrenrad nur fahren, indem er in den Rahmen einsteigt und so mit seinen Beinen unter der für ihn zu hohen Längsstange blieb. Damit der Radler dabei die Balance halten kann, bleiben Rad und Fahrer in "V-Stellung" stets gegenläufig geneigt. Sitzen kann man so natürlich nicht.











Morsum-kulturell, 14.3.1921. Aufführung von Wilhelm Tell.





Morsum 1951.
MorsumerInnen auf der Bühne beim Theaterspielen.
Quelle: Emma Scholz

Zum Text eines Sketches anlässlich der Silberhochzeit von Pastor Ingwers und Frau aus dem Jahre 1964 (Deutsch/Friesisch).




Morsum 1964
. Abtanzball. In ländlichen Gebieten war es üblich, dass die Kinder sehr früh tanzen lernten, häufig mit 9 oder 10 Jahren. In Morsum gab es damals zwei Ereignisse, die die erlernte Tanzkunst auf die Probe stellten: Das Kinderfest im Sommer und der Petritanz am Petritag, der noch heute schulfrei ist: "Zum Petritag bekamen wir meistens ein neues Kleid und neue Schuhe. Stolz und voller Erwartung ging ich am Mamas Hand zu Johns. Im Februar waren die Wege modderig. Deshalb wateten wir mit alten Stiefeln durch den Dreck, das machte aber nichts, denn wir hatten den Tanz vor uns, die neuen Schuhe in der Tasche und die Locken unter der Mütze. Ich wußte nicht, ob die anderen mich auch so schön fanden wie ich mich. Alle sonnten sich in ihrem Glanz, denn alle hatten Locken, ein neues Kleid und neue Schuhe. Wir Mädchen saßen an der Ostwand auf den Bänken und die Jungs an der Westwand, oben die Großen unten die Kleinen. In jedem Jahr rückte man ein paar Plätze höher. Die Eltern saßen rundherum an den Tischen. Endlich bekamen wir Bescheid, uns zur Polonäse aufzustellen. Die Musik spielte und die Jungs kamen zu uns rüber. Wer kommt zu mir? - So dachten wohl alle. Welche Freude, wenn einer von den Jungs kam, die wir leiden mochten. Wir Mädchen waren oft viel größer als die Jungs. Tanzen konnten viele nicht, sie faßten uns an und rannten immer ind er Runde." Emma Scholz, Blick auf 100 Jahre Morsum Sylt, Band 2, S. 398f (verkürzt). Foto: Elisabeth Westmore, geb. Ingwers




Morsum, Abtanzball 1964. Foto: Elisabeth Westmore, geb. Ingwers





Unter Maske laufen in Morsum
Morsum, Sylvester 1977. Ein Dorfbewohner in lustiger Vollverkleidung. Er läuft unter Maske durchs Dorf und unterhält die Bewohner in ihren Wohnzimmern mit lustigen, schelmischen und manchmal herben Geschichten und Kommentaren. Meist geht es um die jüngeren Ereignisse im Dorf. Er folgt damit einem alten Sylvester-Brauch. Manche Maskenläufer geben sich nicht zu erkennen. Hinterher rätselt man dann, wer das wohl gewesen sein könnte. Manche lupfen die Maske am Schluss. Denn zur Belohnung wird ja ja immer eine Stärkung angeboten. Und Trinken durch den Maskenmund geht eben schlecht.




Die Uhr an der Wand zeigt an, dass der Abend für diese Maskenläufer und seine beiden Begleiter schon lang geworden ist.






Als die Kleinen ihre Masken abnehmen, erkennt man: es sind die Kinder von Uwe Lauritzen.





Da Uwe Lauritzen in diesem Haus am Terpstich seine Familie besucht, ist sein Schauspiel hier von Anfang an durchschaut. Im Bild Uwes Mutter Magda Lauritzen und seine Frau Lore Lauritzen, die viel Spaß an dem Auftritt haben.




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> siehe auch:
Historische Fotos von Friesenhäusern

Sylter Häuser

Badebetrieb auf Sylt

Der 1. Weltkrieg auf Sylt ...
viele Fotos aus Klappholttal
und vom Ellenbogen


Historische Karte von Morsum/Sylt (Stand 1878)
sowie
die Anschlusskarte
Keitum/Sylt


Morsumer mit Hakenkreuz


Morsumer Kulturverein




































































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