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Ortsbilder, Landschaften und ihre Bewohner
Historische Fotografien von Sylt

Hamburg,


Ca. 1910. Musikmuschel in Westerland.



Westerland, 1926. Herbststurm auf der Promenade.


Westerland o.J. Der blanke Hans schürt blanke Angst. Die Kurpromenade dient bis heute auch dem Hochwasserschutz. Erstes Gebäude in Nordseenähe war das 1903 eröffnete Hotel Miramar im Hintergrund links. Beerwald, 204






Westerland, 30.12.1921. Elementarschaden.




Sturmflutfolge. o.J.


1928. Wellen brechen an der Westerländer Promenade.



1928. Hier sieht man, wie der Pavillion am Waststrand von Westerland repariert wird. Das Foto stammt aus dem Album von Christian Lauritzen, Tinnum. Da er Zimmermann war, ist zu vermuten, dass er bei den Bauarbeiten beteiligt war.





Ca. 1920.


Westerland. ca. 1923. Gruppenfoto auf der Promenade. Mit dabei die beiden Schwestern Mausi und Inge Lauritzen (1. Reihe stehend, 5.+ 6. Kind v.l.) vermutlich mit ihrer Mutter Alice Lauritzen (dahinter).


Sylt o.J. Dammbaupastor Hans Johler aus Morsum (mit Bart) auf Dienstfahrt in der Kutsche...



...und per Pferdeschlitten,



...häufig auch zu Fuss. Hier mit seiner Familie im Garten des Pastorats..




Morsum, ca. 1920. Hier wird eingekauft. Boy Kayser in seinem Dorfladen. Heute wird das Gebäude als Lokal Morsumer Kayser genutzt.




Keitum. Blick auf die St.-Severin-Kirche. Sie wurde 1240 erstmals urkundlich erwähnt. Beerwald, 86. Foto: K.H.Andresen




Keitum 1894. Am Kliff.




Keitumer Bucht
Keitum o.J. Die Keitumer Bucht




Sylt/Westerland. Strandkörbe sind auch für Sylter ein beliebter Sitzplatz: Kaufmann Otto Andresen, geb. 28.08.1861 Südhedig / Westerland
+ 09.05.1937 Westerland, betrieb in Archsum den Archsumer Pesel sowie Kolonialwarengeschäfte in Westerland im Kirchenweg und in der Deckerstrasse. Foto: K.H.Andresen




Westerland, ca. 1900. Ida Cornelisen, geb. Eschels * 18.11.1843, + 17.05.1920 in Westerland, sitzt im Wohnzimmer ihres Hauses in der Westerländer Boysenstr.10. Links das Foto ihrer Mutter, im Hintergrund das Schiff ihres Mannes Kapitän Lorenz Mathias Cornelisen. Foto: K.H.Andresen


Westerland 1919. Karl Andresen * 05.12.1918 in Westerland wird von seiner Mutter Inken Andresen mit einem Sylter Schaffell warm gehalten. Aus dieser kratzigen Wolle wurden auch Leibchen für die Kinder gestrickt. Ich (Ekkehard Lauritzen) führe meine Schafwoll-Allergie darauf zurück. Foto: K.H.Andresen




Archsum 1921. Auch Jungen wie hier Karl Andresen werden wie überall zu dieser Zeit bis zum Alter von ca. 2 Jahren aus praktischen Gründen in Kleidchen gesteckt.
Foto: K.H.Andresen



Sylt, ca. 1921. Das zu Hause mit Hilfe einer Wolldecke improvisierte Photostudio strahlt sichtlich Lebensfreude aus. Foto: K.H.Andresen




Sylt, ca. 1922. Auflösung und Ausleuchtung der Aufnahme des Berufsfotografen sind sichtlich besser, doch die Lebendigkeit bringt er zur Strecke. Foto: K.H.Andresen



Westerland, ca. 1900, Boysenstr. 10. In diesem Haus wohnt Ida Cornelisen. Das Bild wurde von Petrine Klappenbach gemalt. Foto: K.H.Andresen




Westerland, Kirchenweg. Im Hintergrund St. Niels. Das Gotteshaus wurde 1637 geweiht (Beerwald, 196) und liegt in Alt-Westerland, dem östlichen Teil der Stadt, weit von der Nordsee und den Dünen entfernt. Erst mit dem aufkommenden Tourismus verschob sich der Ortsmittelpunkt nach Westen. Foto: K.H.Andresen. Es folgen zwei Ausschnittvergrösserungen:

















Ca. 1920.



Sylt, ca. 1910
Marinemaler Hans Bohrdt (*11.2.1857 in Berlin, +19.12.1945 in Berlin) am Weststrand bei seiner Arbeit. Er hat Sylt zwischen 1893 und 1909 mindestens 5 Mal besucht. Hans Bohrdt ist einer der Lieblingsmaler des deutschen Kaisers Wilhelm II, wird häufiger von ihm mit auf See-Reisen genommen. Sein Spezialgebiet: Wasser. Nichts ist so schwierig zu malen. Hans Bohrdt schafft es perfekt. Schiffsbilder leben erst durch das lebendige Meer. Das weiß auch der Kaiser. Hans Bohrdt malt u.a. ein riesiges schwülstiges Seeschlachtgemälde für das Hamburger Rathaus (noch heute zu besichtigen). Im folgenden zwei wenig bekannte Werke des Meisters. Hans Bohrdt malte für Mühlmeister & Johler, Kunstdruckerei in Hamburg, viele Vorlagen für Schiffspostkarten. mehr






Sylt,ca. 1910, Gemälde von Hans Bohrdt






Sylt,ca. 1910, Gemälde von Hans Bohrdt. Der Maler signiert seine Bilder immer links.






Unbekannter Fotograf am Weststrand von Sylt.
Foto: K.H.Andresen







Zeitloses Motiv für Fotografen an der Westküste Sylts.
Foto: K.H.Andresen






Bevor die Fotografen ihre Ausrüstung an den Strand schleppen konnten, bauten sie die Nordseekulisse im Atelier nach. Dieses Foto stammt von A. Gäbel, Sylt. Foto: Andresen






Photograph Wilhelm Monck aus Hamburg St. Georg, Neuestr. 3, richtete eine Filiale in der Friedrichstrasse in Westerland direkt am Strandübergang ein und benutzte ebenfalls eine Nordseekulisse. Zeitlich ordne ich die Entstehung dieser Aufnahmen vor 1900 ein. Ein noch vollständig erhaltenes Studio dieser Art mit Schiebekulissen können Sie in Funchal, Madeira besichtigen. Foto: Andresen
Weitere Infos zum Fotostudio in Funchal




Westerland, 12.6.1923. Pastor Hans Johler (r.) benennt auf der Rückseite des Fotos die Abgebildeten: (v.l.) Frau Peper geb. Halbsock, Else Rösch geb. Köpke, Friedrich Rösch mit Ingeburg. ("Arnold Peper knipst.")




Sylt, ca. 1910. Den Tisch im Strandkorb
gibt es schon. Sehr praktisch.






Wenningstedt August - September 1928.






Der Weststrand von Sylt.
Trudel Ude geb. Lichtwark.




Die Wanderdüne von Sylt.
Trudel Ude geb. Lichtwark.



Nordsee um Sylt. Pastor Hans Johler (l.).



1894. Plattbodensegler waren das Verkehrmittel im Watt bevor die Raddampfer sie ablösten. Das "S" im Segel steht für Sylt.







Mit solchen Emaille-Schildern wird für die Fahrt nach Sylt geworben. Der Hindenburgdamm wird erst 1927 eingeweiht. Hoyerschleuse, jetzt das dänische Højer Sluse, gehört vor dem 1. Weltkrieg noch zu Schleswig-Holstein und bietet sich als Fährhafen für Sylt an. Es liegt an der Mündung der Vidå. Siehe auch Karte Westliches Norddeutschland, entnommen dem Diercke Schulatlas, 16. Aufl. Braunschweig 1906.




Raddampfer 1894. Es handelt sich sich möglicherweise um die "Sylt". Sie besaß kein Steuerhaus. Der Kapitän stand tatsächlich "auf der Brücke" zwischen den Radkästen.



Munkmarsch 1894. Der Raddampfer aus Hoyerschleuse läuft die 100 Meter lange Mole an.




Hamburg 2006. Ein Nachbau des auf dem Emailleschild genannten Dampfers Freya besucht Hamburg zum Hafengeburtstag. Das Original ist 1966 in einem Nebenfluss des Waal (Niederlande) untergegangen. Die Reederei Adler bietet mit diesem Schiff Fahrten auf dem Nord-Ostsee-Kanal und der Kieler Förde an. Das Äußere des Schiffes entspricht nur bedingt der alten Freya: Die Aufbauten sind gegenüber dem Original viel höher. Geblieben ist der dampfbetriebene Schaufelradantrieb. Das Buch Zwischen Munkmarsch, Memel und Emden von Hinrich-Boy Christiansen beschreibt die wechselvolle Geschichte der ursprünglichen Freya.


Blick auf eins der Schaufelräder des Dampfers Freya.


Chronologie ausgewählter Verkehrsverbindungen nach Sylt
(vgl. Rolf Stumpf, Die Eisenbahn nach Sylt S.9 ff)
ab 1600 regelmäßige Fährverbindungen zwischen Morsum und Wiedingharde
ab 1755 Segelschiffe zwischen Munkmarsch und dem Festland
ab ca. 1821 Postfähre zwischen Keitum und Emmerleff bzw Hoyer. Der Keitumer Hafen versandete ca. 1880. Fäheverkehr bis 1860.
ab 1850 Fähren nach Nösse in Morsum auf der Nordseite der Insel.s
1859 Schiffsverbindung Husum-Föhr-Munkmarsch mit Übernachtung auf Föhr
ab 1860 Fähre zwischen Munkmarsch und Hoyer (Post- und Fährkonzessionär Selmer)
1882 Fähre zwischen Munkmarsch und Hoyer durch die Sylter Dampfschiffahrtsgesellschaft (Reeder Clausen), wegen der Prile nur Tagbetrieb trotz der Leuchttürme auf Sylt, tideabhängig, witterungsabhängig. Die Strecke Hoyer - Tondern musste per Pferdekutsche erfolgen. Die Strecke Munkmarsch - Westerland befuhr seit 1888 eine Schmalspurbahn in 12 Minuten. Die anderen Orte auf Sylt erreichte man per Kutsche.
1896 Fähre Helgoland - Munkmarsch (Reederei A. Ballin)
Nach Eröffnung der Südbahn Hörnum - Westerland im Jahre 1901 wurde Hörnum angelaufen.
ab1898 durchgängige Bäderzüge von Altona nach Hoyer (ab 1892 bereits Bahnverbindung nach Hoyer-Schleuse, vorher Kutschenverbindungen) Fahrtzeit Hamburg Hbf - Hoyer Schleuse 4:16 Stunden (Fahrplan v. 1914). Die Fähren fuhren tideabhängig 1x, max. 2x am Tag nur bei Tageslicht. Fahrtzeit ca. 90 Minuten.
ab 1919 nach der neuen Grenzziehung wird der Hafen Hoyer zum dänischen Ausland. Pass- und Visazwang machten das Reisen zu einem bürokratischen Abenteuer. Visa gab es in Flensburg.
1920 Es wird ein visafreier Korridorverkehr eingeführt. die Bahnwaggons nach Hoyer Sluse werden verplombt.
1923 Fähr- und Frachtverkehr zwische Husum und Munkmarsch
1927 Einweihung des Hindenburgdamms mit durchgehender Bahnverbindung bis Westerland




Niebüll 1960. Autoverladung nach Sylt. Links im Bild Karin Lauritzen mit ihren Kindern neben dem Familien-"Käfer".






Munkmarsch 1894. Auf solchen Sandwegen mussten die Passagiere bis zum Bau der Eisenbahnstrecke nach Westerland per Pferdekutsche transportiert werden.

s

Der Westerländer Ostbahnhof.
Vom Sylter Fährhafen Munkmarsch konnte man seit 1888 per Kleinbahn nach Westerland zum Ostbahnhof fahren. Diese Linie wurde 1908 bis List verlängert. (Quedens, Stöver: Sylt wie es früher war). Fahrgäste aus den Ostdörfern wie Pastor Johler aus Morsum waren weiterhin auf die Kutsche angewiesen. Erst der Hindenburgdamm verbesserte ab 1927 deren Verkehrsanbindung beträchtlich.

Mit der besseren Verkehrsanbindung kommen mehr Nichtfriesen auf die Insel und verdrängen die Friesische Sprache:
Anteil friesisch|plattdeutsch|dänisch sprechender Haushalte (%)

  Morsum Archsum Keitum Tinnum Westerland
1889 85|03|06 88|05|05 93|00|00 61|08|20 50|00|00
1909 80|07|08 69|07|10 57|18|04 45|18|04 21|24|06
1924 80|01|01 71|05|00 50|23|02 44|18|00 22|26|03
1928 77| 51| 51| 37| 12|
(Tab. Hugo Krohn, S.104, Foto: Silvanus/Stöver)







Auf welcher Linie diese Sylter Eisenbahn fuhr ist nicht bekannt.




Dünen zwischen Hörnum und Westerland.
1901 baut die HAPAG diese Dünenbahn, um für die Passagiere der Schiffahrtslinie Hamburg - Hörnum
das Sylter Hinterland zu erschließen. Die Fährlinie ist Konkurrenz für die
Zug- und Fährverbindung über Hoyer-Schleuse.





Gedruckt von Mühlmeister und Johler, Hamburg





Der Endbahnhof der Dünenbahn in Westerland.
Bei dieser Darstellung auf der Einladungskarte handelt es sich um eine künsterische Darstellung des repräsentativen Eingangsbereichs, die vermutlich auf der Basis der Architektenzeichnungen entstand. Das Gebäude ist im Rahmen der Stillegung der Bahn in den 50er Jahren abgerissen worden. Der alte"Südbahnhof" lag an der heutigen Käpten-Christiansen-Strasse.



Südbahnhof um 1920
Die Ähnlichkeit mit der obigen Zeichnung auf der Einladungskarte ist gegeben. Foto unten: Die Rückseite des Südbahnhofs mit den Gleisanlagen.
(Fotos: Silvanus)



Der Hafen von Hörnum um 1907.
Der Leuchtturm ging 1907 in Betrieb. Beerwald, 12 Links der Hörnumer Hafen mit dem Hapag-Haus als erste Anlaufstelle für die Schiffspassagiere von und nach Hamburg.





Das Turbinenschiff Kaiser.
Das in Stettin gebaute Schiff fuhr ab 1905 auch zwischen Hamburg und Hörnum. Es war für 2000 Decksgäste zugelassen.



Weststrand
Kurz nach Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Jahre 1865 in Bremen wurden auf Sylt Stationen in Westerland, Kampen, Rantum, auf dem Ellenbogen, in Munkmarsch, List und Hörnum eingerichtet. Die Vielzahl der Stationen ergab sich aus dem geringen Radius der eingesetzten Boote.



Kampen.
Auch der 1855 erbaute 40m hohe Leuchtturm dient seither der Schiffssicherheit. Er wurde im Auftrag des damaligen Landesherren, des dänischen Königs Friedrich VII. gebaut. Zur Sicherheit umspannte man den Turm 1875 mit eisernen Korsettringen. Die heutige schwarz-weiße Bemalung erhielt der Turm erst 1953. Seit 1977 funktioniert er ferngesteuert.






Morsum/ Sylt, ca. 1920.
Dorfkultur
In der Lehrerwohnung der alten Morsumer Schule treffen sich (v.l.) Pastor Hans Johler, seine Frau Elwine, Lehrer Feddersen, Lehrer Cornehl und Margareta Hebbeln (Haushälterin).



1920.
Gemäß Versailler Vertrag kam es zu einer Abstimmung über die Zugehörigkeit der Grenzregion zu Dänemark oder Deutschland. Sylt verlor durch die Abstimmung seinen Fährhafen Hoyer - ein Grund mehr für den Dammbau nach Sylt. In Morsum stimmten 25% der Einwohner für Dänemark, auf ganz Sylt nur 11,6%. (Kunz/Steensen, S. 376)






Der Ballermann von Sylt: Weststrand im 1. Weltkrieg.
Bildunterschrift von Rudolf Ude:"Im Schützengraben an der Nordsee." Der Franzose kommt immer von Westen...Am 12.November 1918 findet die Demobilisation der auf Sylt im Heer befindlichen Soldaten statt. ...mehr Fotos vom 1. Weltkrieg auf Sylt
siehe auch:
Der 1. Weltkrieg im Spiegel der Morsumer Gemeindechronik
Textversion zum Ausdruck





9./10.4.1927. Husum(?)
Das Foto zeigt den Extremschwimmer Otto Kemmerich anlässlich seines Weltrekords im Dauerschwimmen: 32 Stunden bleibt er im Wasser! Bei dem Versuch, am 18.8.1952 von der Insel Sylt nach Amrum zu schwimmen, ertrinkt der Dauerschwimmer. Die Leiche des 66jährigen Marathonschwimmers wird im Meer bei Wyk auf Föhr geborgen. Der Wettbewerb im Jahre 1927 wird von den Reichardt-Werken in Hamburg-Wandsbek gesponsert.




Sylt ohne Datum.
Vom Flugfeld zur Landebahn -
eine Frage der Zeit. Am 19.7.1913 landete das erste
Flugzeug auf Sylt. Ab 1919 nahm die Deutsche Luftreederei (spätere Lufthansa) den Dienst nach Sylt auf (vgl. Sylt-Lexikon). Aus dieser Zeit könnte das Foto stammen. Ein "D" am Flugzeugrumpf weist darauf hin. Das Flugzeug ist vermutlich eine Rumpler C I, die im 1. Weltkrieg als Aufklärer und Bomber eingesetzt wurde. Nach dem Krieg wurde sie zum Passagierflugzeug umgebaut. Für die beiden Passagiere gab es die geschlossene Kabine. 130 km/h Reisegeschwindigkeit, Dienstgipfelhöhe 5000m, 600 km Reichweite. vgl. www.luftfahrtgeschichte.com




Ca. 1910. Die Original-Tracht aus dem Museum.
Sie wird hier von Ohmi Thaysen getragen. Ohmi ist die Halbschwester von Alice Thaysen. Aus den USA gekommen, lässt sich Ohmi Thaysen in Stettin zur Krankenschwester ausbilden. Nach dem ersten Weltkrieg kehrt sie in die USA zurück und findet eine Stellung bei Misses Stern, Inhaberin grosser Warenhäuser. Sie arbeitet als Gesellschafterin und persönliche Assistentin. Ihr Vater Andreas Jan, Sylt-Auswanderer, hat sich zum zweiten Mal verheiratet mit Emma (Emena) Widmann. Sie ist das einzige Kind aus dieser Ehe.

Das Oberstück der Tracht Kortels genannt, stammt von Erkel Geik geb. Petersen (*13.11.1825 in Morsum, † 1904) verheiratete Thaysen. Erna Jäger geb. Lauritzen war bis zu ihrem Tode die Besitzerin, weil sie die älteste Urenkelin von Erkel Geik geb. Petersen ist.
  Morsum, ca 1990.
Tracht gerettet. Carmen Boldt,Tochter von Gerd und Wilma Lauritzen aus Morsum präsentiert die Sylter Tracht so wie sie heute nach einem alten Vorbild nachgearbeitet wird. Die letzte Sylter Originaltracht, die noch nicht von den Motten zerfressen worden ist, stammt von Erkel Geike Petersen (*1825, † 1904 ). Erkel heiratet Hinrich Andreas Thaysen aus Archsum und ist die Grossmutter von Alice Thaysen. Die Tracht liegt Jahrzehnte in einer Truhe im Elternhaus von Andreas Lauritzen in Tinnum. (Vgl. Familienstammbaum Lauritzen). Andreas Lauritzen rettet die Tracht aus dem damals unbewohnten Haus und nimmt sie mit zu sich nach Morsum. Die Tracht gehört zu dieser Zeit offiziell seiner Schwester Erna Jäger geb. Lauritzen. Erna verfügt, dass Carmen Lauritzen die Tracht bekommen soll. Nach dem Tod von Erna Jäger sorgt Carmens Vater Gerd Lauritzen dafür, dass die untragbare Original-Tracht ins Museum des Friesischen Vereins in Keitum kommt, wo sie noch heute unter Glas ausgestellt wird.

Erkel Geike Thaysen geb. Petersen, die ursprüngliche Besitzerin der letzten verbliebenen Sylter Tracht.




Mit dieser nach alten Darstellungen nachgearbeiteten Tracht behalf man sich, bis die Originaltracht gefunden wurde.


Hier eine Postkarte mit fiktiven Trachtenabbildungen. Die Karte ging an Alice Lauritzen geb. Thaysen in Tinnum. Absenderin war ihre Tante Ohmine Thaysen verh. Matzen wohnhaft in Morsum (das Haus wird jetzt von der Familie Lauritzen bewohnt).





Wyk auf Föhr. Eine Insel weiter südlich sieht die traditionelle Tracht völlig anders aus: Weniger farbenfroh, mehr Silberschmuck. Das Tragen von Brustschmuck ist eine sehr alte mitteleuropäische Tradition. Erste Funde stammen aus 300 n. Chr. (vgl. Gimbutas, Die Balten Geschichte eines Volkes im Ostseeraum, München, Berlin 1983, S. 146ff)



Häufig trugen die Föhrerinnen auch weiße Schürzen zu ihrer Tracht. Links ist übrigens eine weggezogene Sylterin zu sehen: Ella Andresen, Tochter aus der 1. Ehe von Otto Andresen. Foto: Andresen




21.2.****. Biikebrennen.
Ein nordfriesischer Brauch, der bei vielen eine emotionale Verbundenheit mit der friesischen Geschichte schafft. So bindet man erfolgreich osterfeuerverwöhnte Hamburger an die Insel und stärkt das eigene Heimatgefühl. Über die Ursprünge des Biikebrennens wird viel spekuliert: Das Sylt-Lexikon nennt: böse Geister vertreiben, neue Saat schützen, Seeleute verabschieden. Fest steht nur, dass die vor ca. 250 Jahren beschriebenen Biiken eher kleine, fackelartige Feuerchen waren. Auf einer Insel mit so wenig natürlichem Brennstoff, dass Kinder noch bis weit ins letzte Jahrhundert hinein Schafködel als Heizmaterial sammeln mussten, wurde kaum etwas unnütz verbrannt - und dann im kalten Februar! Das ist heutzutage anders: Das Biikebrennen lindert viel Not bei der preiswerten Entsorgung von Baum- und Heckenschnitt. Zusätzlich bietet der Brauch Lokalpolitikern dank der Gäste aus aller Herren (Bundes-)Länder eine überregionale Auftrittsmöglichkeit.



21.2.2006. Morsum. Die Biike brennt. Im Süden fast ausserhalb des Ortes direkt hinter dem Deich gefährdet sie keine Reetdächer. Sie ist dadurch jedoch für die Amrumer und Föhrer kaum auszumachen.




Sylt, ca. 200 vor Christi (oder später?) entstand diese Grabkammer.





Weiter Blick auf und über Westerland hinaus, da noch ohne Hochhäuser. o.J.


Westerland 1963 Strandleben
Westerland 1963. Fast jeder Strandkorbbesitzer hat sich seine Burg geschaufelt. So groß es eben geht. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Man wird dadurch schließlich Kleingrundbesitzer auf Zeit und fühlt sich doppelt wohl. Für die Gymnastik, angeleitet durch einen Trainer der Kurverwaltung, ist nur Platz auf dem Strandstreifen, den die Nordsee bei Ebbe freigibt. Denn Strandkörbe werden möglichst nahe ans Wasser gestellt. Das ermöglicht ungestörten Weitblick. Der starke, kalte Westwind an diesem Tag vermiest allerdings den meisten Strandkorbnutzern den geliebten Seeblick. Sie haben es doch lieber kuschelig und gucken daher auf die Dünen oder Häuser Westerlands. Vielleicht lesen sie auch den Spiegel. In dieser Zeit laufen regelmäßig Zeitschriftenverkäufer mit ihrer Umhängetasche über den Strand. Foto: Georg Lauritzen


Ein Tag am Strand in Westerland 1960 - Ein Blog
Abfahrt zum Strand aus dem Ferienhaus in Tinnum
Sylt 1960. Aus dem Ferienhaus ab zum Strand. Natürlich mit dem Auto.



Parkplatz in Westerland gefunden
In Westerland einen Parkplatz gefunden. Alle Badesachen schleppen.






Die Treppe neben dem Miramar runter auf die Promenade stiefeln.






Westerland 1960 Strand Endlich am Weststrand.




Der erste Blick aufs Meer ist immer spannend. Gibt es Brandung? Was ist los am Strand?





Westerland Strand 1960
Dann wird der Strandkorb erobert. Natürlich sind die Kinder am schnellsten.




Am Strandkorb
Angekommen. Was nun?




Westerland Strand 1960 Erst mal ins Wasser!







Westerlands Stadtansicht vom Weststrand aus bevor das Kurzentrum und die Hochhäuser gebaut worden sind Dann posen fürs Familienalbum. Der Hintergrund ist ebenso interessant. Damals standen weder das Wellenbad noch das jetzt stadtbildprägende Hochhaus am Westerländer Strand.



Spaziergang an der Strandmuschel 1960
Über die Strandpromenade schlendern.




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siehe auch:
historische Karte von
Morsum/Sylt (Stand 1878)


sowie

die Anschlusskarte
Keitum/Sylt





siehe auch:
Historische Fotos von Friesenhäusern

Sylter Häuser

Badebetrieb auf Sylt

Der 1. Weltkrieg auf Sylt


Morsumer Lokale

Landwirtschaft in Morsum






Quellen:
Krohn, Hugo, Die Bevölkerung der Insel Sylt, Bredstedt 1984

Beerwald, Sina, 111 Orte auf Sylt die man gesehen haben muss, Emons Verlag 2015





Üüs Söl’ring Lön’
















































































































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> siehe auch:
Historische Fotos von Friesenhäusern





















































































































































































































































































. Teil 2
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